Der Blick von außen auf unser Leben




Lebensmittelpunkt, nicht gelenkt sondern Individuell
Ich sehe Menschen, soweit das Auge reicht, die entspannt auf diesem Planeten sind. Alle verschieden und doch so gleich. Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts, Herkunft und doch im Kern gemeinsam. Menschen mit verschiedener Geschichte und doch Teil eben jener. Menschen mit freiem Willen und doch Schicksal und Naturgesetzen unterworfen. Menschen, die unvernünftig handeln und doch des Verstandes mächtig sind. Ich sehe die vielen Menschen, doch nicht das Individuum. Ich sehe die Oberfläche, die Maske, das was ich sehen soll, doch nicht das, was ich sehen will, das Wesen im Inneren. Ich sehe die alte Dame und die über die Straße geht und ihren Einkaufstüte trägt, wo war sie einkaufen? Ich sehe die Junge Frau mit einem Blumenstrauß in der Hand, woher hat sie diesen, wem möchte sie diesen geben? Oder du der gerade diese Zeilen liest. Welche Träume, Ziele verfolgt Du?

Diese Fragen und viele fragen mehr stelle ich mir. Ich beobachte das Leben, die Menschen wie sie dahin gehen, vorbei gehen und in ihrer Welt leben, ohne andere zu bemerken. Ich sehe Menschen, die in eine Richtung gehen, doch sehe ich nicht, in wohin dieser Weg sie führt. Wo gehen sie im Leben hin, wo hat ihr Weg begonnen wo wird er enden? Unzählige Gesichter und doch sind sie gesichtslos. Die Menschen Blicken nicht mehr mit offenen Augen in die Welt, sie sehen nur in Hüllen. Ein flüchtiger Moment, ein Blick und für immer verschwunden. Verlust oder Gewinn, es spielt keine Rolle, sie sind weg in der Dunkelheit, entgehen dem Blickfeld, werden verschlungen von der Ewigkeit. Kehren nie wieder! Kaum gesehen schon wieder vergessen.

Geheimnisvoll, mystisch und doch uninteressant, bedeutungslos. Keiner wird die Zeit danach noch erleben, keiner wird in seiner Existenz eine große Spur hinterlassen. Nicht mehr als ein kurzes Aufleuchten stellt die menschliche Existenz dar. Und doch überwältigt mich das Geheimnis des Seins, der Sinn dahinter. Jeder dort könnte mein Glück sein. Und doch werde ich diesen unbekannten Menschen nie Kennenlernen.

Menschen, Menschen, umgeben mich. Und doch bin ich allein im Kosmos. Jeder seinem eigenen Stern folgend, nach seinem eigenen Glücke strebend. Zusammen im Universum und doch jeder seinen eigenen Kampf bestreitend. Frei und doch gefangen. Kein Platz, keine Zeit, nur das Streben nach dem eigenen Erfolg, Glück und Gewinn.

Ich sehe Kunst. Etwas wunderbares und doch aus Einzelnen unermesslich Dingen in all seiner Komplexität, ungreifbaren Sinnhaftigkeit und Schnelligkeit des Lebens verankerte Schönheit erschaffen.  Ich sehe Individualismus jedes Einzelnen, und stehe außerhalb und doch bin ich mittendrin. Ich bin ein Einzelner in der Menge der Menschen, nichts Besonderes, diene nur einem Zweck, meine Existenz ist so bedeutungslos wie die eines Jeden anderen auch.

Denkst Du so wie ich? Bist du dir deiner Funktion, deines Platzes im großen Mosaik des Lebens, bewusst? Wir sind getrennt, stehen allein da. Sind dennoch verbunden und haben eines gemeinsam, das Menschein! Ich beobachte, ich denke, ich gehöre dazu. Alle sind wir Teil des Seins und das ist was ich sehe! Und ich sehe noch etwas nicht die Masse lenkt uns, wir im Einzelnen lenken die Masse, mit unserem Handeln, mit unserem Denken. Wenn wir aufhören unsere Eigenständigkeit auf zu geben dann werden wir zu Marionetten für andere.

Das eigenständige, das wunderbare in uns soll für uns im Lebensmittelpunkt stehen, erst dann werden wir nicht nur Schachfiguren für andere sein, nein wir werden den anderen zeigen wie das Leben lebenswert ist.

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